< NBG in Contwig symbolisch an OG übergeben
05.07.2019 07:25 Alter: 1 year

Bau einer Prozesswasserbehandlungsanlage


Auf dem Gelände des Zentralklärwerks Mainz entsteht derzeit eine Prozesswasserbehandlungsanlage. Die WVE GmbH Kaiserslautern plant die maschinelle Ausrüstung dieser Anlage.

Die Behandlungsanlage wird zukünftig Stickstoff aus dem Prozesswasser entfernen. Dieses setzt sich aus zwei Teilströmen zusammen, Brüdenkondensat aus der Klärschlammverbrennung und Zentrat aus der Schlammentwässerung. Durch die separate Behandlung des Prozesswassers wird die biologische Reinigung der Kläranlage deutlich entlastet und die Betriebsstabilität der Kläranlage gesteigert.

Das eingesetzte Verfahren nutzt den Stoffwechselprozess der Deammonifikation, bei dem mit Hilfe spezieller Bakterien Ammonium und Nitrit direkt zu gasförmigem Stickstoff umgesetzt werden können.

Gegenüber anderen Verfahren kommt die Deammonifikation ohne Zugabe einer Kohlenstoffquelle bei gleichzeitig geringem Energiebedarf aus.

Derzeit befindet sich die Anlage noch im Bau. Die Inbetriebnahme wird für Mitte 2020 angestrebt.

Zahlen und Fakten

Die Menge von 660 m³ Prozesswasser wird künftig täglich mit der Anlage gereinigt. Diese besteht aus einem Vorlagebehälter mit 650 m³ und zwei Reaktoren mit insgesamt 1.070 m³ Fassungsvermögen. Drei Gebläse erzeugen Prozessluft, welche von zwei kombinierten Rühr- und Belüftungsaggregaten eingebracht wird. Weiterhin kommen zwei Tauchmotorpumpen, drei Kreiselpumpen und zwei Mikrodrehfilter zum Einsatz.

 

Weitere Information erhalten Sie in unserer Abteilung Verfahrenstechnik.